Fokusstacking
K5
Fokusstacking (auch Schärfentiefen-Erweiterung genannt) ist eine Fototechnik, bei der mehrere Aufnahmen desselben Motivs mit unterschiedlichen Fokuspunkten zu einem einzigen, durchgehend scharfen Bild kombiniert werden. Diese Methode kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn die physikalische Schärfentiefe der Kamera – selbst bei geschlossener Blende – zu gering ist, um das gesamte Objekt scharf abzubilden.
Warum Fokusstacking?
- Überwindung physikalischer Grenzen: Verhindert Beugungsunschärfe durch zu weites Schließen der Blende (z. B. Blende f/22).
- Maximale Bildschärfe: Ermöglicht die Nutzung der förderlichsten Blende des Objektivs (meist zwischen f/5.6 und f/11) für das gesamte Motiv.
- Durchgehende Schärfe: Setzt Details von der vordersten bis zur hintersten Kante perfekt in Szene.
Typische Anwendungsbereiche
- Makrofotografie: Insekten, Blüten oder Wassertropfen erfordern extrem kurze Distanzen, wodurch die Schärfentiefe oft nur Bruchteile eines Millimeters beträgt.
- Landschaftsfotografie: Ein scharfer Vordergrund (z. B. Steine am Ufer) wird mit einem scharfen Hintergrund (z. B. Berge am Horizont) verbunden.
- Produktfotografie: Uhren, Schmuck oder Elektronik müssen für Kataloge und Webshops von vorne bis hinten absolut scharf abgebildet sein.